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G55 Freiburg

In der Zeit vom 26.10.2009 – 30.10.2009 bereisten wir mit unserer Klasse G55 die schöne Stadt Freiburg im Breisgau.

Die gemeinsame Fahrt startete mit einer langen Zugfahrt über Düsseldorf bis tief in den Süden von Baden-Württemberg. Die sich verändernde Landschaft und die Vorfreude während der Zugfahrt trugen zur guten Grundstimmung bei.

In Freiburg angekommen, führte der Weg per Bus direkt zu unserer Jugendherberge (Link unten), die in einer idyllischen Umgebung direkt am Fluss Dreisam liegt, an dem man die Romantik des Breisgaus spüren konnte. Die Unterkunft wurde nicht von allen als beliebtes Quartier betitelt, erfüllte aber den Zweck des Aufenthalts-, Treff-, und Speiseortes genügend. Einen besonderen Bezug zu Kleintieren konnte fast jeder der Klasse verbuchen, da eine Marienkäferplage einige Zimmer in Aufruhr vesetzte.

Die Verbindungen von der Herberge aus Richtung Stadt stellten sich nach kurzer Einlebungsphase als günstig heraus. In ca. einem Kilometer Entfernung stellt die S-Bahn Station eine schnelle Transfermöglichkeit in die Stadt dar (ca.20 Minuten) und für alle Sportbegeisterten bietet sich ein Besuch im Stadion vom SC Freiburg (5 Minuten Laufzeit) an.

Am Dienstag stand der Besuch in der Caritaswerkstätte St.Georg, Uffhauser Str. 73a (Link unten) auf dem Programm und die erste Gruppe unserer Klasse machte sich mit Frau Lindemann auf den Weg.

Bericht über den Besuches in der Caritaswerkstätte St.Georg:

Im Rahmen unserer Klassenfahrt in die wunderschöne Stadt Freiburg im Breisgau vom 26.10.09 – 30.10.09, war nach einem gelungenen ersten Abend, am Dienstag der Besuch in der Behindertenwerkstatt geplant.

Nach kurzen Orientierungsschwierigkeiten, die an das Aussteigen aus dem Linienbus anschlossen, stellten alle mit anzusehender Erleichterung fest, dass das gesuchte Gebäude in direkter Nähe der angefahrenen Station lag.

Im Eingangsbereich der Caritaswerkstätte St.Georg an der Uffhauser Str. 73a wurden wir freundlich von dem Leiter der Einrichtung empfangen, der uns in eine Räumlichkeit führte, in der zu Beginn der theoretische Teil des Besuchs anstand.

Er berichtete uns zunächst sehr detailliert über die Struktur des Caritas Verbandes im Raum Freiburg/Breisgau und dessen Leitmotive der Behindertenarbeit. Anschließend erfuhren wir Spezifisches über die Arbeiten in der Werkstatt und die Möglichkeiten im Zusammenhang mit Chancen auf Arbeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Dabei stellte sich heraus, dass die Einrichtung in den letzten Jahren einige Menschen mit Behinderung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermitteln konnte.

Auffallend war zudem das Konzept der Erwachsenenbildung, welches durch verschiedenste Angebote in allen Lebensbereichen erfolgreich entwickelt wurde und für die meisten von uns eine gedankliche Bereicherung im Bezug auf unseren späteren Arbeitsalltag darstellte.

Generell sei man sehr zufrieden mit der Entwicklung der Integration und Inklusion, doch auch die Herausforderungen in der Zukunft könnten nicht geleugnet werden und die Arbeit der nächsten Generation sei ganz entscheidend für die Erhaltung und Entwicklung dieser Konzepte.

Nach informativem und ausreichendem Theorieteil mit Meinungsaustausch, begann anschließend die Führung durch die Werkstatt und deren verschiedene Bereiche. Von Verpackungsarbeiten, über Sortier- und Fertigungsstellen in verschiedenen handwerklichen Bereichen, bis hin zur eigenen Druckerei und Beschäftigungsgruppe bekam man einen sehr guten Eindruck des Arbeitsalltages der Menschen mit Behinderung und der Mitarbeiter.

Hierbei war vor allem die Interaktion und die Bereitschaft der Menschen mit Behinderung ein positiver und erfreulicher Faktor, da jeder von uns den Sinn der Arbeit und die Lebensfreude der Menschen erkennen und spüren konnte.

Überall wurden wir herzlichst empfangen und die Führung wurde, aufgrund der vielen neuen Eindrücke, mit zunehmender Zeit nicht nur interessanter und erstaunlicher, sondern auch immer emotionaler. Dies konnte man vor allem bei unserem Mentor bemerken. Der Leiter verfiel vom anfänglich wohl angepassten Hochdeutsch mehr und mehr in seinen badischen Dialekt zurück und präsentierte sich, aber auch den Vortrag dadurch sehr lebendig und ehrlich.

Nachdem wir also mit der Gruppe von 12 Personen nahezu alle Bereiche der Werkstatt erkundet hatten, wartete das kleine „Bonbon" zum Schluss. Zunächst wohl mehr aus eigenem Interesse als bedingter Notwendigkeit, schilderte uns der Werkstattleiter sein neuestes Projekt, namentlich die eigene Bonbon-Herstellung mit einer Originalmaschine aus dem 19.Jahrhundert!

Dieser doch sehr auflockernde Abschluss der Führung beendete einen gelungenen Besuch und die geplante Evaluationsrunde fiel eher kurz aber herzlich aus, da unsere Gruppe ein kleines Präsent als Dankeschön vorbereitet hatte. So trennten wir uns von unserem Mentor und verließen die Einrichtung in positiver Gemütslage.

Abschließend hat dieser Tag wohl den Horizont jedes Einzelnen erweitert, und uns nicht nur die Arbeit einer uns nicht bekannten Behindertenwerkstatt aufgezeigt, sondern auch die Mentalität der Menschen im Breisgau nähergebracht.

Am Mittwoch war die zweite Einrichtung als Tagesziel vereinbart, diesmal jedoch mit der gesamten Klasse. In dem Blindenpflegeheim, Blindenheim Freiburg, Karlstr. 83-87 (Link unten) bekamen wir abermals einen besonderen Eindruck der Hilfe für Menschen und die Einrichtung imponierte durch Neubau und Konzept gleichermaßen.

Der nächste Tag rundete auch für die zweite Teilgruppe die Einrichtungsbesuche ab. In der psychiatrischen Einrichtung wurde ein dritter Bereich vorgestellt und bei einem Briefing die Erfahrungen und Eindrücke an die andere Gruppe weitergegeben.

Das äußerst vielfältige und ansprechende Angebot der Freiburger Altstadt ließ nach einem gemeinsamen Essen mit der Klasse und Frau Lindemann http://www.ristaurante-milano.de/ (Link unten) den letzten Abend zu einem gelungenen Abschluss heranwachsen.

Am Freitag war die Rückfahrt der Schlusspunkt einer alles in allem spannenden und interessanten Fahrt und die Tatsache, dass das Wetter vier Tage lang einem Herbsttraum glich, konnte die lange Fahrtzeit entschädigen.

Fazit:

Das Ziel Freiburg ist definitiv für eine Klassenfahrt zu empfehlen, lediglich die Jugendherberge als Unterkunft war nicht für alle Teilnehmer akzeptabel, welche jedoch in dem tollen Programm, dem urbanen Abenteuer und der Landschaftsschönheit starke Gegenpole fand und die Reise attraktiv machten.