Zum Inhalt springen

Auswahl der Sprachversion
Aussenansicht LVR-Berufskolleg Bedburg-Hau

2015 Orient

Bild-Großansicht

Vom 09.03.2015 bis 12.03.2015 fanden die 18. Spieletage am LVR-Berufskolleg in Bedburg-Hau statt. In diesem Jahr entschied sich die Abschlussklasse G65 der Fachschule für Heilerziehungspflege für das Thema „Orient“. Über 250 geladene Besucher aus den Bereichen KiTa, Förderschule, WfbM und Wohnen konnten hier an verschiedenen orientalischen Angeboten rund um die bunte Welt des Orients teilnehmen.

Fotogalerie Tag 1 - Fotogalerie Tag 2 - Fotogalerie Tag 3

Beispielhaft haben zwei Gruppen ihre Planungen, Beschreibungen der Durchführungen und ein kurzes Fazit zur Verfügung gestellt.

Gruppe Entspannung: „Fantasiereise in das Land der Sinne“

Passend zum diesjährigen Thema „Orient“ hat sich unsere Gruppe überlegt ein „Fantasiereise in das Land der Sinne“ für die Besucher zu gestalten.
Das gesamte Thema unsere Gruppe lautet Entspannung unter orientalischen Einflüssen. Während des Angebotes werden zwei verschiedene Entspannungstechniken vorgestellt. Zum einen eine Fantasiereise in das Land der Sinne, zum anderen eine entspannende Handpflege, Kopfmassage, sowie eine entspannende Massage mit dem Igel-Ball.

Ziele
· Die Besucher mit und ohne Beeinträchtigung nehmen an zwei Entspannungsangeboten teil (Massageangebot sowie eine orientalische Fantasiereise)
· Den Teilnehmern werden verschiedene Sinnesanreize angeboten, die speziell zum Thema Orient passen ( Auditiv, visuell, taktil, olfaktorisch)
· Die Teilnehmer können durch Handwaschung und Massage Druck- sowie Berührungsempfinden wahrnehmen.
· Den Teilnehmer wird angeboten, dass sie eine entspannende Körperhaltung auf verschiedenen Materialien (Kissen, Matratzen) einnehmen können.
· Den Teilnehmern werden zwei aufwändig gestaltete Gruppenräume angeboten
( Kissen, Bilder, Matten, Lichteffekte, Decken, Tücher, Wunderlampen, sowie Kostümierung unsererseits)

Methodische Überlegungen und Verlauf
Zu Beginn des Entspannungsangebotes werden unsere Besucher auf die bevorstehende Sinnesreise vorbereitet. Sie werden an das Thema „Aladdin und der fliegende Teppich“ herangeführt indem Erlebnisse hierüber erfragt werden.
Um auf die Angebotsreihe aufzubauen und Spannung zu erzeugen, haben wir im Vorfeld einen 2-minütiogen Animationsfilm zusammengeschnitten, indem bereits orientalische Eindrücke vorhanden sind (Dschini, Wunderlampe, Wüste etc.) Um auch andere Sinne anzusprechen untermalen wir diesen Film mit orientalischer Musik. Im Angebotsraum „Fantasiereise“ erwartet die Besucher ein dreiteiliges Aladdin Bild. Um die Atmosphäre eines Beduinenlagers zu erlangen, wurden im Vorfeld Bettlaken eingefärbt und an die Decke bzw. Wände gehangen. Da wir die passende Stimmung erzeugen wollten, wurden hierzu verschiedene Lichtquellen benutzt. Dank eines gütigen Spenders bekamen wir in der Woche zuvor zwei große Sitzkissen und einen Sitzsack, diese wurden unter einem Teppich bzw. Kissen und Oberbetten versteckt. Die Besucher bekamen so das Bild einer Beduinenoase und die Ecke lud zum gemütlichen entspannen ein. Durch viele LED Teelichter und Windlichter schufen wir ein angenehmes Raumklima.
Die Besucher erwartet eine spannende orientalische Geschichte zum Thema „Aladdin und der fliegende Teppich“ Diese Geschichte wurde im Vorfeld in einfacher Sprache umgeschrieben, so dass auch kognitiv beeinflusste Menschen daran teilhaben können. Nachdem Ende der Geschichte werden die Besucher mit einem Wüstenlicht (Knicklicht) ausgestattet und in den Angebotsraum II geführt, unsere Wellness-Oase.
Auch hier wurde eine Beduinenzelt-Atmosphäre erschaffen, weswegen erneut die Bettlaken an der Decke befestigt wurden. Um die weißen Tapeten zu erleuchten, nahmen wir eine Schwarz-Lichtlampe zur Hilfe. Um unsere Geschichte von Aladdin und Jasmin präsent zu halten hing auch dort ein selbstgemaltes Bild. Es bestand die Möglichkeit auf Stühlen Platz zu nehmen und Rollstuhlfahrer hatten auch genügend Platz. In unserer Wellness-Oase können die Besucher auswählen zwischen einer Kopfmassage, Massage durch Massageroller/Igelball, oder aber Handmassage.

Fazit
Die 18. Spieletage des LVR Berufskollegs Bedburg-Hau waren wieder einmal ein voller Erfolg.
Alle Besucher gingen mit einem Lächeln nach Hause und kündigten an, dass sie gerne im nächsten Jahr wiederkommen werden.
Besonders das Entspannungsangebot wurde gut von den Teilnehmern angenommen und es wurde im Treffpunkt der diesjährigen Spieletage dem „Basar“ noch viel über die schönen Bilder, Geschichten sowie gut riechenden Hände gesprochen.
Unsere Gruppe war stets motiviert und mit vollem Einsatz bei der Sache, so dass selbst ein krankheitsbedingter Gruppenausfall zu keiner Katastrophe führte. Alle Ziele, die wir uns bereits im Vorfeld gesetzt haben, wurden erreicht. Die Spieletage haben uns gezeigt wie wichtig es ist eine gut eingespielte Gruppe zu haben, die auch in Ausnahmesituationen zu Recht kommt und Teamgeist entwickelt.

Bewegung- und Tanzangebot „Schatzsuche im Orient“

(Text: Niklas Janßen und Maik Scheidtweiler, Fotos: LVR-Berufskolleg)

Orient war das Thema der diesjährigen Spieletage. Deswegen hat sich die Bewegungs- und Tanzgruppe eine fantasievolle Schatzsuche zum Thema Orient ausgedacht. Diese war geprägt von verschiedenen Hindernissen und vielfältigen Aufgaben, die für die Teilnehmer entsprechenden angepasst waren. Höhepunkt der Schatzsuche war das Fangen des Räubers mit anschließender Belohnung in Form von Goldtalern. Durch eine passende Raumgestaltung wurde eine orientalische Atmosphäre geschaffen. Außerdem wurde das Licht zu eingestellt, dass ein Tag/Nacht Zyklus entstand.
Bild Oase bitte einfügen

Ziele
· Die Teilnehmer lernen an drei Tagen jeweils für 30 Minuten, verschiedene Bewegungs- und Tanzspiele zum Thema Orient kennen.
· Den Teilnehmern wird die orientalische Kultur näher gebracht, durch Schlangenbeschwörer, Palast, Kamele, Oase etc.
· Die Teilnehmer haben Freude an unserem Projekt und gewinnen neue Eindrücke zum Thema Orient.

Methodische Überlegung
Wir motivieren die Besucher, indem wir gezielt die Interessen jeglicher Altersgruppen wecken. Durch eine offene und freundliche Haltung vermitteln wir ihnen Freude an dem Projekt.
Die gesamte Angebotsreihe möchten wir in einer entspannten und angenehmen Atmosphäre durchführen. Wichtig ist es uns, dass die Personen sich wohlfühlen und ein Gefühl der Sicherheit haben. Aufgrund dessen möchten wir den Raum mit orientalischem Flair gestalten. Des Weiteren möchten wir eine positive Beziehung zu den Teilnehmern aufbauen. Dies möchten wir erreichen, indem wir alle Gespräche zu den Teilnehmern suchen und dadurch eine Vertrauensbasis schaffen. Besonders wichtig ist es uns, dass das Angebot möglichst ungestört durchgeführt wird. Somit werden die Teilnehmer nicht so schnell abgelenkt und können sich auch gut auf das Angebot konzentrieren. Auch ist es uns sehr wichtig, dass es eine orientalische Atmosphäre gibt, damit die Teilnehmer eine große Freude an den Spieletagen, haben.
Um lange Pausen zu vermeiden, überlegen wir uns für jede Einheit einen genauen Ablauf und planen diesen.
Wir setzen verschiedene heilpädagogische Methoden. Da man die vielen verschiedenen Methoden gut in Verbindung mit dem Orient bringen kann. Zum einen werden wir die heilpädagogische Methode des Werken und Gestalten einsetzen, da man damit sehr gut den Raum orientalisch gestalten kann. Bei dem Angebot benutzen wir die Methode des Gesprächs ein. Auch setzen wir die Methode der Bewegung ein, um den Teilnehmern durch ein sportliches Angebot Spaß zu vermitteln. Auch werden wir die Methode der Musik und Rhythmik verwenden. Da Musik und Tanz ein wichtiger Bestandteil der orientalischen Kultur ist. Die wichtigste Methode unseres Angebotes ist die Methode Spiel. Da man dadurch eine lockere Atmosphäre schaffen kann und somit die Inklusion fördert, weil unser Angebot auf alle Menschen und Altersgruppen abgestimmt ist.
Wir achten auf unsere Haltung und auf unsere Sprachen. Außerdem möchten wir die Teilnehmer nicht mit zu komplexen Fragen verwirren und verunsichern.
Deswegen ist es wichtig klare Frage, Anweisungen und Antworten zu geben. Dadurch können die Teilnehmer uns besser folgen.
Auch versuche wir eine offene körperliche Haltung zu den Teilnehmern haben und nicht mit „verschränkten Armen“ vor ihnen zu stehen und somit eine imaginäre Mauer zu schaffen.
Während der Spieltage bereiten wir Teilnehmer in der Einstiegsphase auf das folgende Geschehen vor.

In Spieletage achten wir darauf, dass wir das Prinzip der kleinen Schritte verwenden. Wir erklären alle neuen Aufgaben und Dinge einzeln und detailliert. Ebenfalls gehen wir auf Fragen ein und Versicheren uns, dass alle Teilnehmer alles verstanden haben.
Des Weiteren möchte ich dass die Teilnehmer eine Wertschätzung von erleben und ein Gefühl der Sicherheit bekommen.
Da die Spieletage das Thema „Orient“ haben, benutzen wir auch das Prinzip der Lebensnähe. Alle Spiele und die anderen Angebot sollen zusammenhängen. Dadurch können wir auch unsere Ziele erreichen.
In der Angebotsreihe nehmen wir vor allem die Rolle des Anregers und der Unterstützers ein. Wir möchten die Teilnehmer dazu anregen untereinander Kontakt aufzunehmen. Auch werden wir die Teilnehmer unterstützen, falls sie Hilfe benötigten und oder Fragen haben.
Für unser Angebot planen wir ca. 25-30Minuten Zeit ein. Wir denken, dass dieses Zeitfenster angebracht ist, da alles darüber hinaus die Konzentrationsfähigkeit der Teilnehmer zu sehr in Anspruch nehmen würde. Trotzdem möchten wir, dass die Teilnehmer ausreichend Zeit haben, damit sie sich nicht unter Druck gesetzt fühlen.

Tatsächlicher Verlauf


Station 1 - Schlangenbeschwörer
Wir begrüßten die Teilnehmer in der Höhle des Schlangenbeschwörers. Dort begann die Geschichte der Station Bewegung und Tanz. Hier waren die Teilnehmer dazu angehalten, die Schlange mit Instrumenten zu beschwören, die daraufhin die versteckte Schatzkarte preis gab.

Station 2 - Kamelritt
Hier mussten die Teilnehmer einen Parcour bewältigten, der durch die Wüste führte. Der Parcour bestand aus verschiedenen Hindernissen wie Bänke, Pylonen und einer Rampe für Rollstuhlfahrer.

Station 3 - orientalischer Tanz
Nachdem sie durch die Wüste kamen, gelangten die Teilnehmer bei der Station des Räubers an. Dieser versteckte sich in einem Palast. Um in den Palast hineinzugelangen, musste man orientalische Gewänder tragen. Dort angekommen versuchten die Teilnehmer den Räuber mit Tänzen zu beeindrucken. Als die Besucher ihre Gewänder abgenommen haben, floh der Räuber vor Angst um seinen Schatz auf seinem fliegenden Teppich.

Station 4 - Fliegender Teppich
Hier verfolgten die Teilnehmer den Räuber ebenfalls auf einem fliegenden Teppich. Die Besucher mussten die vorgegebenen Bewegungen des Räubers nachahmen, um ihm zu verfolgen. Nach einiger Zeit stürzte der Räuber von seinem fliegenden Teppich. Daraufhin sicherten die Teilnehmer den Schatz und fesselten den Räuber. Danach wurde der Räuber in ein „Gefängnis“ gebracht.

Station 5 - Oase
Nach der Festnahme des Räubers und der anstrengenden Schatzsuche, gelangten die Teilnehmer an eine Oase. Dort durften sich die Teilnehmer ausruhen und einer Geschichte lauschen. Zur Belohnung gab es für alle Absolventen des Parcours einen Goldtaler.

Fazit
Die Spieletage waren eine Bereicherung unserer Schulzeit und wir konnten das neuerworbene Wissen anwenden. Auch gefiel uns, dass die Teilnehmer motiviert an unserem Angebot teilgenommen haben. Besonders die gute Gruppendynamik hat uns dabei geholfen, in Stresssituation die Ruhe zu bewahren. Die Ziele, die wir uns im Vorfeld gesetzt haben, konnten wir alle erreichen und sogar übertreffen. Obwohl es zwei stressige Wochen für uns Studierende waren, war es eine lehrreiche Zeit mit vielen Höhepunkten.